Heise: Quoten sind wie Schwimmflügel: sie ersetzen nicht den Schwimmkurs

 06.03.2013 - Zur Forderung von Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) erklärt die Generalsekretärin der FDP Baden-Württemberg, Gabriele Heise:

Richtig ist, dass Frauen in den Führungspositionen vieler Unternehmen, aber auch in Ministerien und Verwaltungen immer noch unterrepräsentiert sind.

Die Einführung einer gesetzlichen Quote mag da vorübergehend Abhilfe schaffen, ändert aber nichts an den Ursachen.

Für viele Frauen ist es nach wie vor nicht möglich, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren.
Gerade gut qualifizierte Frauen finden häufig keinen Betreuungsplatz, weil sie bei der Vergabe der vorhandenen – zu geringen – Plätze nach den sozialen Kriterien durch den Rost fallen.
Der Ausbau qualitativ hochwertiger Betreuungsplätze muss daher weiter vorangetrieben werden.
Darüber hinaus brauchen wir flexiblere Arbeitszeiten. Dazu müssen sich auch die Gewerkschaften bewegen. Wir müssen wegkommen von einer starren Wochenstundenzeit hin zu mehr Flexibilität und unterschiedlichen Modellen, die die Belange der Frauen besser berücksichtigen.
Durch starre Quotenregelungen erreichen wir das nicht.

Die Quote ist daher für mich wie Schwimmflügel: sie halten über Wasser, ersetzen aber nicht den Schwimmkurs.

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