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| Meldung der FDP Rastatt vom 03.02.2010 | |
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"Lassen Sie sich nicht verunsichern"
Foto: Vetter |
| "Halten, was wir versprochen haben"FDP-Spitzenfrau Birgit Homburger erläutert beim Neujahrsempfang in Rastatt das Regierungsprogramm
Von Dieter Giese (BT)Rastatt - Birgit Homburger ließ erst gar keine Zweifel aufkommen: Was wir vor der Wahl versprochen haben, das wollen wir jetzt auch halten, sagte die baden-württembergische Landesvorsitzende und Fraktionschefin der Liberalen im deutschen Bundestag beim Neujahrsempfang des FDP Kreisverbands Rastatt.
Und nach einem fast zweistündigen Parforceritt hatte die resolute 44-jährige Konstanzerin auch die letzten Zweifler unter den rund 50 Zuhörern überzeugt: Die FDP in Regierungsverantwortung mit einem mehr als ordentlichen Wahlergebnis im Rücken lasse sich nicht beirren. Und das ruft sie auch ihren Parteigängern in Rastatt zu: Lassen Sie sich nicht verunsichern!
Das gelte auch und gerade für die Mehrwertsteuersenkunngen für Hoteliers. Das habe nichts mit Klientelpolitik oder Käuflichkeit zu tun, sondern stehe schon seit zehn Jahren auf der liberalen Agenda. Und nicht nur bei uns, ergänzt Hamburger - und zählt genüsslich die Senkungsforderungen der Parteien auf - von der CSU bis zur Linken. Überhaupt wolle man das Mehrwertsteuersystem komplett überarbeiten .
Und nicht nur die Mehrwertsteuer werde man unter die Lupe nehmen. Angestrebt werde eine Steuerreform und weitere Steuerentlastungen. Die Senkungen, die 2010 den Bürgern zugute kommen werden, seien allesamt gegengerechnet. Tja, man muss halt ein. bissschen das Hirn einschalten, sagt sie und kassiert prompt Beifall. Überhaupt rechnet sie mit denjenigen ab, die den Liberalen Steuergeschenke vorwerfen: ,,Durch immer höhere Steuern den Staatshausshalt zu sanieren, ist gescheitert. Man habe ein Ausgaben- und kein Einnahmeproblem - und das genau müsste mal wieder korrigiert werden.
Homburger liefert in Rastatt Argumentationshilfen für die Liberalen, die in den vergangenen Wochen zunehmend in die Defensive geraten waren. Und das kommt an. Selbst für die arg gezausten Mitglieder der Kommunalparlamente gibt es Munition: Man hat ja jetzt den Eindruck, dass die Kommmunen seit dem Januar auf dem Zahnfleisch gehen - und Schuld ist das Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Dafür habe ich kein Verständnis, sagt Hamburger. Zur Wahrheit dazu gehöre, dass das Problem nicht aktuell, sondern in den vergangenen Jahren entstannden sei. Die FDP wolle nicht den Kommunen an den Kragen, wir wollen sie sogar bessser ausstatten, aber die wollen ja nicht. Bislang sei es so: Die Kommunen haben drei Einnnahmequellen: Die erste sei die Zuweisung aus der Lohn- und Einkommenssteuer, die zweite die Gewerbesteuer, und die dritte seien die Zuweisungen des Landes. Jetzt stehen die Kommunen da mit Heulen und Zähneklappern. Hätten sie mal auf uns gehört. Unser Vorschlag lautet: Abschaffung der Gewerbesteuer, ersetzen durch einen Anteil an der Umsatzsteuer, der nach der Zahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze vergeben wird, und ein eigenes Hebesatzrecht der Gemeinden auf die Lohnn- und Einkommenssteuer.
Bildung, Bürokratieabbau, Bürgerrechte, Finanzmarktkontrolle und Afghanistan sind weitere Themen, die Homburrger zur Zufriedenheit der Zuuhörer an diesem Abend regelrecht abarbeitet. Sie füllt problemlos die Lücken, die das Winterwetter in den Reihen der FDP verursacht hat, wie Kreisvorsitzender Thomas Hesse zu Beginn erläuterte:
Der Bundestagsabgeordnete Patrick Meinhardt hatte keinen Flug mehr in die Heimat bekommen, und die FDP Betreuungsabgeordnete Sibylle Laurischk saß im Zug fest. Hesse zeigte sich beim Blick auf die Liberalen in Mittelbaden optimistisch. Die FDP müsse nach den erfolgreichen Wahlen nun Stehvermögen zeigen und dafür sorgen, dass die eingefahrenen Spurrillen der Umverteilungspolitik verlassen werden. | |
| Meldung des Landesverbandes vom 05.02.2010 | |  Pfister: Stärker, schneller und besser aus der Krise! Haushalt legt gute Grundlage für Baden-WürttembergBaden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister erwartet für das Jahr 2010 ein Wachstum von bis zu zwei Prozent. Wie Pfister anlässlich der Beratung des Haushalts des Wirtschaftsministeriums im Landtag sagte, werde 2010 ein Jahr der konjunkturellen Erholung, aber noch kein Jahr des selbsttragenden Aufschwungs. Pfister: „Mit dem Lan-deshaushalt 2010/2011 wird eine gute Grundlage gelegt, damit Baden-Württemberg stärker, schneller und besser aus dieser Krise herauskommt als andere Bundesländer. Er beinhaltet Innovation, Investition, Bildung und aktuelle Krisenbewältigung - und das alles geschieht im Rahmen einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik.“
Wie der Minister ausführte, habe der Einzelplan des Wirtschaftsministeriums mit seinem Volumen von 674 Millionen Euro in 2010 und von 644 Millionen in 2011 zwei klare Ziel-vorgaben: Erstens: Schlanke finanzielle Ausstattung im Sinne der Haushaltskonsolidierung und zweitens: Konzentration auf zukunfts- und wachstumsorientierte Instrumente. Pfister: „Wir setzen darauf, die Kreditfähigkeit für die Wirtschaft sicherzustellen und die Innovationsfähigkeit der Unternehmen zu stärken, indem Investitionen trotz schwieriger Verhältnisse möglich bleiben.“
Konkret verwies Pfister unter anderem auf die Innovationsoffensive mit Sonderinvestitionen in die wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen als auch in die Bund-Länder finanzierten Forschungsinstitute. „Damit fördern wir die Leistungsfähigkeit der Institute und den Technologietransfer - vor allem in die kleinen und mittelständischen Unternehmen.“ Ein wichtiger Impuls für Innovation und Investition werde auch durch die Landes-initiative Elektromobilität gesetzt. Auch die Clusterpolitik und das Innovationsgutschein-programm des Wirtschaftsministeriums für kleine und mittlere Unternehmen würden weiterhin ihren Beitrag für ein innovationsfreundliches Klima leisten.
In einer schwierigen Wirtschaftslage sei es zudem wichtig, die Investition fördernden Programme zu erhalten bzw. auszubauen. So werde das Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes vom Land und den Kommunen kofinanziert. „Und das Wirtschaftsministerium ist mit zusätzlichen Mitteln für den Städtebau, für die Tourismusinfrastruktur und für die überbetrieblichen Berufsbildungsstätten dabei. Vom Landesinfrastrukturprogramm profitieren darüber hinaus die Denkmalpflege und der Wohnungsbau." Außerdem würden die regulären Förderprogramme im Städtebau und in der kommunalen Tourismusinfrastruktur auf einem hohen Niveau gehalten, in der Denkmalpflege gegenüber dem Vorjahr sogar verstärkt.
Im Zusammenhang mit der Sicherung des Kreditflusses verwies Pfister auf den stark erweiterten Bürgschaftsrahmen des Landes. Ebenso werde das in 2009 begonnene Krisenberatungsprogramm auch in 2010 fortgesetzt. In Sachen Beteiligungskapital be-stehe ein breites Angebot vorhandener und bewährter baden-württembergischer Fi-nanzdienstleister: So helfe die L-Bank mit ihrem Mittelstandsfonds, ihrem Garantiefonds und dem Programm „L-MezzaFin“ kapitalschwachen Unternehmen ebenso wie die Mit-telständische Beteiligungsgesellschaft (MBG). Pfister: „Hier nimmt das Wirtschaftsminis-terium eine aktive Vermittlerrolle ein.“
Im Bereich Berufliche Bildung und Fachkräftesicherung würden unter anderem die För-derung der Lehrgänge der ergänzenden überbetrieblichen Ausbildung ungeschmälert fortgeführt. „Gerade viele kleine Betriebe könnten ohne die so genannten ÜBA-Kurse überhaupt keinen Ausbildungsplatz anbieten“, begründete Pfister. Weiter sei die Mittelausstattung für die Übernahme von Insolvenzlehrlingen deutlich angehoben worden. Und auch die Verbundausbildung werde in bisheriger Höhe gefördert. Dasselbe gelte für die Unterstützung der 34 regionalen Arbeitsgemeinschaften für berufliche Fortbildung. Fachkräftesicherungs-Charakter habe auch die ungeschmälerte Förderung der Kontaktstellen Frau und Beruf. Weiter würden verschiedene Projekte durchgeführt, die der ver-stärkten Erschließung des „Fachkräftepotenzials Frauen“ dienen.
Auch im Rahmen des Europäischen Sozialfonds ESF würden vielfältige Programme gefahren und Projekte gefördert, die der Qualifizierung von Arbeitnehmern und Unter-nehmern dienten: Zum Beispiel Existenzgründungshilfen oder Ausbildungsprojekte mit der Zielrichtung der Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Ein nachhaltig wirkendes Förderinstrument sei die Unterstützung der Außenwirtschafts- und EU-Aktivitäten. „Als exportorientiertes und zugleich mittelständisch orientiertes Land ist es geradezu zwingend, dass das Land dauerhaft ein leistungsfähiges System der Außenwirtschaftsförderung vorhält. Die Maßnahmen der Außenwirtschaftsförderung werden in einem ständigen Abstimmungsprozess des Nachfrageprofils ausländischer Märkte mit dem Leistungsprofil der kleinen und mittleren Unternehmen unseres Landes im Dialog mit allen relevanten Wirtschaftsorganisationen maßgeschneidert weiterentwi-ckelt.“ Das gleiche gelte für den Bereich des Tourismusmarketing.
Im Energiebereich verwies Pfister beispielhaft auf die Förderung von Demonstrations-projekten, den Bioenergiewettbewerb und die Förderung von Bioenergiedörfern: „Sie leisten einen wertvollen Beitrag zur Erreichung der Ziele unseres Energiekonzepts 2020. Neben der Förderung der erneuerbaren Energien bleibt die Gewährleistung eines ausgewogenen Energiemix unser energiepolitisches Hauptziel.“
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| Meldung des Landesverbandes vom 05.02.2010 | |  Goll: „Vermögensvorteile sollen nicht beim Täter verbleiben “ Baden-Württembergische Justiz schöpft illegale Gewinne ab„Straftaten dürfen sich nicht lohnen. Der Täter soll nicht darauf spekulieren können, dass ihm Vermögensvorteile verbleiben. Deshalb schöpft die Justiz illegale Gewinne von Straftätern regelmäßig und konsequent ab. Das gesicherte Geld kommt zunächst individuell Geschädigten zu Gute. Soweit solche nicht vorhanden sind, fließt das Geld an das Land. Im vergangenen Jahr waren es rund 12,5 Millionen Euro, die nach dem individuellen Schadensausgleich über die Vermögensabschöpfung in die Staatskasse flossen. Das ist rekordverdächtig und nochmals eine Steigerung zum ebenfalls schon außerordentlich hohen Aufkommen des Vorjahres“, teilte Baden-Württembergs Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) am Donnerstag (4. Februar 2010) in Stuttgart mit.
Im Jahr 2007 lagen die Einnahmen mit 3,5 Millionen leicht über dem langfristigen Jahresdurchschnitt von rund 3 Millionen Euro. Im Jahr 2008 konnte eine außergewöhnliche Steigerung auf rund 10,8 Millionen Euro verbucht werden, die im Jahr 2009 nochmals übertroffen wurde. „Die vergleichsweise hohen Einnahmen der Jahre 2008 und 2009 sind mit dem Abschluss einiger Großverfahren, in denen es um viel Geld ging, ohne dass individuelle Opfer geschädigt worden wären, zu erklären“, sagte der Minister. Nutznießer der Verbrechensabschöpfung seien im Wege der Rückgewinnungshilfe zunächst die Geschädigten einer Straftat. Die Allgemeinheit profitiere über den Landeshaushalt, wenn es keine individuell Geschädigten gebe, beispielsweise bei Drogengeschäften. Dann fließe das Geld in die Staatskasse und könne für alle Aufgaben des Landes verwendet werden, erklärte Goll.
Die Vermögensabschöpfung habe neben der Wiedergutmachung des Schadens und hoher Einnahmen des Staates einen zusätzlichen aufklärerischen Effekt, so Goll weiter: „Auf die Spur von Mittätern und Hintermännern geraten die Ermittler häufig dadurch, dass sie nachvollziehen, welchen Weg das Geld gegangen ist. So ist manche kriminelle Struktur überhaupt erst zu erkennen und letztlich zu zerschlagen“, sagte der Justizminister.
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| Meldung der FDP/DVP Landtagsfraktion | |  Ländlicher Raum, Landwirtschaft und Forsten Bullinger: EU-Programme
sind nicht immer Ziel führend
Land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Handwerk sind Rückgrat der ländlichen Räume05.02.2010 - Der agrarpolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. → Friedrich Bullinger, hat in der Haushaltsberatung über die Einzelpläne des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum bezweifelt, dass die Programme der Europäischen Union für Baden-Württemberg „immer Ziel führend sind“. Diese Co-Programme seien wie ein „Zauberwort“, das dazu verführe, „aus einem Euro zwei oder gar drei machen zu wollen.“ mehr dazu
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