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Thema: Unsere Garanten des Bildungsaufstiegs erhalten

Die Realschulen eröffnen Lebens- und Berufsperspektiven

Die    zielstrebige    und    leistungsfördernde    Pädagogik    sowie das anspruchsvolle Niveau ihres Unterrichts begründen den beeindruckenden Erfolg  der  Realschule.  Die  Wirtschaftsbetriebe in  Baden-Württemberg  schließen   gerne   einen   Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag mit Realschulabsolventen ab, denn der Realschulabschluss bürgt für Qualität.  Auf  diese  Weise  eröffnet die Realschule zahlreichen jungen Menschen echte Lebens- und Berufsperspektiven. Die Realschule ist zugleich die Schule des Bildungsaufstiegs.  Ihr  ist  es  zu  verdanken,   dass  der Grundsatz „Kein Abschluss ohne Anschluss!“ gelebte Wirklichkeit im baden-württembergischen Schulwesen ist. Die  Realschule  hat einen entscheidenden Anteil daran, dass rund die Hälfte der Hochschulzugangsberechtigungen in Baden-Württemberg über die Beruflichen Schulen erworben werden.

 

Durch die überstürzte Abschaffung der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung wurden die Realschulen vor enorme Herausforderungen gestellt. Schon allein deshalb benötigen die Realschulen eine bessere Ausstattung. In einem zweisäuligen Schulsystem, das nur noch Gemeinschaftsschule und Gymnasium kennt, wäredie Zukunftder Realschulebedroht. Wir Freie Demokraten lehnen nicht nur die Zwei-Säulen-Strukturvorgabe entschieden ab, sondern kämpfen auch dafür, dass die Realschulen bestehen bleiben und ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen können, ohne zur Übernahme der Pädagogik der Gemeinschaftsschule gezwungen zu sein.

 

Wir werden:

 

  • den Realschulen die Möglichkeit geben, zusätzlich zum Realschulabschluss auch den Hauptschulabschluss anzubieten;

 

  • zu diesem Zweck die Realschulen mit Personal- und Sachmitteln so ausstatten, dass sie sowohl  auf  den  Realschulabschluss als auch auf den Hauptschulabschluss fundiert vorbereiten können;

 

  • den Realschulen die Freiheit geben,  selbst  zu entscheiden, ob sie mit innerer oder äußerer Differenzierung auf den Hauptschulabschluss beziehungsweise die Mittlere Reife vorbereiten. Wenn die Realschulen Kurse auf unterschiedlichen Niveaus bilden wollen, soll dies selbstverständlich möglich sein. Einen Zwang zur Übernahme der Gemeinschaftsschulpädagogik wie beispielsweise eine Abschaffung von Noten und Sitzenbleiben oder ein Verbot von Kursen auf unterschiedlichen Niveaus darf es nicht geben,

 

  • den Realschulen das Recht geben, sich über die Grundschulempfehlung ihrer Schüler zu informieren,

 

  • die aufgrund der abgeschafften verbindlichen Grundschulempfehlung veränderte Situation an den weiterführenden Schulen beobachten und evaluieren. Wenn trotz vielfältiger Anstrengungen die Sitzenbleiberquote nicht sinkt, würde die FDP die Wiedereinführung einer verbindlichen Grundschulempfehlung mit Öffnungsklausel nicht scheuen.

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