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Thema: Für Sonderschulen und für Inklusion

Zwei gute Wege zum Ziel

Das Inklusionsgebot der UN-Behindertenrechtskonvention birgt für uns eine echte Chance: Die Chance, mehr Möglichkeiten für Eltern von jungen Menschen mit Behinderungen hinsichtlich der Schulwahl zu schaffen. Im Mittelpunkt der Bemühungen muss das Wohl jedes einzelnen Kindes stehen. Denn für die FDP hat jeder junge Mensch das Recht auf bestmögliche Bildung und Förderung.

 

Mit  Blick  auf  das  baden-württembergische  Schulwesen stehen wir daher vor  einer  doppelten  Aufgabenstellung:  Einerseits  gilt es, Inklusionsangebote an allgemeinen Schulen einzurichten. Andererseits  wollen  wir  die  Sonder-   und   Förderschulen nicht ins Hintertreffen geraten lassen, denn sie haben sich mit ihren Spezialisierungeneineunverzichtbare Expertisebeider Förderungvon jungen Menschen mit Behinderungen erarbeitet. Nur wenn sowohl Inklusionsangebote geschaffen werden, als auch die Sonderschulen erhalten bleiben, entstehen zusätzliche Bildungsangebote und somit mehr Wahlmöglichkeiten für junge Menschen mit Behinderungen. Darüber hinaus legen wir Freie Demokraten größten Wert darauf, dass die Qualität der Bildung und Förderung von Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen auf einem hohen Niveau bleibt. Um dieses hohe Niveau sicherzustellen, bedarf es aus Sicht der FDP nicht nur einer sonderpädagogischen Fundierung, sondern auch einer funktionierenden Koordinierung der Bildungs- und Förderangebote vor Ort.

 

Wir werden:

 

  • für jedes Kind mit Behinderung oder chronischer Erkrankung eine  Bildungswegekonferenz  vorsehen,  welche  die Eltern bei der Entscheidung für eine Sonderschule oder für ein inklusives Angebot sachkundig berät. Letztlich soll das Kindeswohl ausschlaggebend dafür sein, unter welchen von der Schulverwaltung vorgeschlagenen Alternativen für eine Beschulung des betreffenden Kindes dessen Eltern wählen können,

 

  • dafür sorgen, dass für Schülerinnen und Schüler mit Handicaps im Rahmen der regionalen Schulentwicklung ein stimmiges Gesamtkonzept mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten geschaffen wird,

 

  • die Sonder- und Förderschulen als Angebotsschulen in bisheriger Qualitäterhaltensowiediesealssonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren stärken, indem sie inklusive Bildungsangebote organisieren, koordinieren und begleiten,

 

  • die jedem Schüler und jeder Schülerin mit besonderem Förderbedarf      zustehenden      Unterstützungsleistungen von Seiten des Landes und der Kommunen als Träger der Eingliederungshilfe in einem Budget  zusammenfassen,  um die Finanzierung der sonderpädagogischen und inklusiven Angebote  entsprechend   der   Nachfrage   sicherzustellen. Das Prinzip „Ressource folgt Schüler“ ist unseres Erachtens am besten geeignet, um Qualität und gleichzeitig mehr Wahlmöglichkeiten zu schaffen,

 

  • inklusive Bildung verstärkt in die allgemeine Lehrerausbildung aller Schularten aufnehmen. Der eigenständige Studiengang Lehramt Sonderpädagogik bleibt erhalten.

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