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Thema: Exzellente Lehre

Hochschulstudium im 21. Jahrhundert

Der Anspruch, den die Gesellschaft und die Wirtschaft an die baden- württembergischen Hochschulen stellen dürfen, ist, gleichberechtigt die Qualität der Forschung und der Anspruch auf exzellente Lehre. Nur mit einem exzellenten Angebot können wir unseren Studienanfängern beste Bildungschancen bieten und die besten Studierenden für den Standort Baden-Württemberg gewinnen.

 

Schon heute gehören baden-württembergische Hochschulen in allen fünf Sparten (Universitäten, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, Duale Hochschule, Pädagogische Hochschulen und Kunst- und Musikhochschulen) national und häufig auch international zu den besten ihrer Art. Damit das auch in Zukunft so bleibt, benötigen die Hochschulen trotz des neuen Hochschulfinanzierungsvertrags eine dauerhaft verbesserte Grundfinanzierung. Dabei ist die Leistungsorientierung zu verstärken (Geld folgt Student).

 

Als Erfolgsfaktoren im Bereich der Lehre haben sich dabei Hochschulautonomie und Vielfalt des Studienangebots sowie die Fähigkeit erwiesen, das Lehrangebot in einer sich täglich wandelnden Landschaft nachfragegerecht weiterzuentwickeln. Durch die Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse haben sich die Mobilität und die Flexibilität der Studierenden spürbar erhöht. Die Hochschulen müssen dabei der Gefahr einer Verschulung widerstehen und für die Durchlässigkeit zwischen Hochschularten und Studiengängen sorgen. Wir wollen das Prinzip der Autonomie auch den Studierenden zuteilwerden lassen – das gilt nicht nur für die Gestaltung ihres Studiums, sondern auch für das hochschulpolitische Engagement in der verfassten Studierendenschaft.

 

Wir werden:

  • die Autonomie der Hochschulen bei der Ausgestaltung eines vielfältigen Studienangebots erhalten und erweitern,

 

  • dafür sorgen, dass die Universitäten und Hochschulen eine nachfragegerechte Zahl von Masterstudienplätzen anbieten können,

 

  • mit dem Freistaat Bayern Verhandlungen mit dem Ziel aufnehmen, dass baden-württembergische Studierende die Angebote der Virtuellen Hochschule Bayern in Anspruch nehmen können,

 

  • das Recht der Promotion auch mit Blick auf die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften modernisieren,

 

  • den Verwaltungskostenbeitrag, den die Studierenden bezahlen müssen, von jeder Hochschule individuell nach ihrem Verwaltungsaufwand bemessen lassen und unmittelbar der einzelnen Hochschule zugutekommen lassen,

 

  • jedem Studierenden das Recht einräumen, den Austritt aus der verfassten Studierendenschaft zu erklären. Wir setzen uns für eine höhere Mitbestimmung der Studierenden an den Hochschulen zur Verfügung gestellten Mitteln ein,

 

  • für die Zeit ab 2021 streben wir einen neuen Hochschulfinanzierungsvertrag an, der die Finanzierung der Hochschulen wiederum für fünf Jahre verlässlich sichert. Wir wollen das Prinzip „Geld folgt Student“ etablieren. Wir wollen die Hochschulabsolventen in angemessener Höhe an der Hochschulfinanzierung beteiligen,

 

  • uns auf Bundesebene für einen Ausbau der Begabtenstipendien und ein elternunabhängiges BAföG einsetzen,

 

  • im Zusammenwirkenmitden Studierendenwerkenundprivaten Investoren für eine bessere Versorgung mit studentischem Wohnraum sorgen,

 

  • uns auf Bundesebene dafür einsetzen, die Obergrenze von zehn Semestern Regelstudienzeit für ein konsekutives Bachelor- und Masterstudium abzuschaffen.

 

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