Nein, hier werden sie nicht zu sehen sein, die vieldiskutierten, in Dänemark veröffentlichten Karikaturen des Propheten Mohammed. Warum? Nun, es soll jeder Veröffentlichung selbst überlassen bleiben, die Pressefreiheit so auszuüben, wie sie es für richtig hält. Die FDP steht ganz klar zur Meinungs- und Pressefreiheit. Sie begründen unsere Demokratie. Genauso stehen wir aber auch zur Religionsfreiheit und zur Trennung zwischen Kirche und Staat. In der Abwägung dieser sich in dieser Sache widersprechenden Grundrechte meine ich, ist es sowohl richtig, die Bilder zu veröffentlichen: nämlich als satirische Darstellung, vielleicht sogar als politische Meinungsäußerung. Diese als solche aber teilen wir nicht. Genauso ist es deshalb richtig, die Bilder nicht zu veröffentlichen. Wir stellen keine Religionsgemeinschaft unter Generalverdacht. Genausowenig aber erteilen wir eine Generalabsolution. Und schon gar nicht lassen wir uns von Extremisten vorschreiben, was wir wann und wo zu veröffentlichen haben. Hamas und Hisbollah dürfen nicht die öffentliche Meinungsbildung in Deutschland bestimmen. Wenn Angst zur Bestimmungsgröße in der Öffentlichkeit wird, hat die Demokratie schon verloren. Deshalb verlinke ich hier ein paar Webseiten, auf denen die Zeichnungen veröffentlicht sind. Machen Sie sich selbst ein Bild.
http://face-of-muhammed.blogspot.com : “Die Website zeigt die berühmten zwölf Zeichnungen des Prophet Muhammed, die veröffentlicht wurden durch die dänische Zeitung Jyllands-Posten.”
http://www.geertwilders.nl/index.php?option=com_content&task=view&id=381&Itemid=74: Der Niederländische Abgeordnete veröffentlichte als einer der ersten die Karikaturen.
Unterstützerkampagne:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,398876,00.html
Er wurde in pakistanischen Koran-Schulen erzogen – nun fordert der Schriftsteller Ibn Warraq in einem Essay für SPIEGEL ONLINE vom Westen: Entschuldigt Euch nicht! Der Streit um die Mohammed-Karikaturen werfe die wichtigste Frage unserer Zeit auf: nach dem Recht auf freie Meinungsäußerung.
UPDATE: “Osamas verlängerte Bank
Bestellte Provokation
Der muslimische Kulturkampf gegen den Westen ist kein gesitteter Protest gegen eine Zeitung im kleinen Dänemark mehr. Die Demonstrationen gegen Karikaturen, die schon vor vier Monaten veröffentlicht wurden, begannen in Wirklichkeit mit einer Fälschung. Um zu zeigen, wie beleidigend die Abbildungen des verehrten Religionsgründers seien, fügten dänische Imame den veröffentlichten Karikaturen noch vier weitere Bilder (z.B. hier zu sehen) hinzu, die den Propheten als Schwein und in unflätiger sexueller Position darstellen. Erst diese vier hinzugefügten Karikaturen lösten in Kairo, dem Sitz der geistigen Führer des sunnitischen Islams, Bestürzung aus. Wie ein Buschfeuer breiteten sich die gewalttätigen Proteste in der ganzen arabischen Welt aus, griffen auf islamische Länder wie Indonesien über und erreichten schließlich auch muslimische Gemeinden in Europa, Neuseeland und Australien. ”
Quele: http://www.n-tv.de/630806.html
Beitrag von Markus Lochmann