FDP-BW legt bei Mitgliedern zu – andere Parteien verlieren
Mit einem Minus in der Mitgliederbilanz schließen CDU, SPD und Grüne in Baden-Württemberg das Jahr 2006 ab. Allein die seit 1996 mitregierenden Liberalen konnten einen Zuwachs in den eigenen Reihen verbuchen.
Während die im Land seit gut fünf Jahrzehnten ununterbrochen regierende CDU 1,7 Prozent an Mitgliedern verlor, musste die oppositionelle SPD ein Minus von knapp drei Prozent hinnehmen. Die Grünen büßten 1,1 Prozent Mitglieder ein, während sich die FDP über ein Plus von 1,2 Prozent freuen kann. Dies gaben die Parteien bei einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa an.
Die CDU konnte ihren Sieg bei der Landtagswahl am 26. März nicht in einen Mitgliedergewinn ummünzen. Im Gegenteil: Die Zahl der Unionsmitglieder ging zwischen dem Jahresende 2005 und Ende Oktober 2006 von 78.901 auf 77.536 zurück.
Die Sozialdemokraten mussten bei der Wahl mit 25,2 Prozent nicht nur das zweitschlechteste Ergebnis in der Landesgeschichte hinnehmen. Bei der SPD ist der Negativsaldo in der Mitgliederbilanz auch am größten. 44.000 Menschen hatten zu Beginn des Jahres im Land ein SPD-Parteibuch, Anfang Dezember waren es noch 42.700.
Die Grünen konnten zwar bei der Landtagswahl von 7,7 auf 11,7 Prozent unter den Parteien prozentual am stärksten zulegen, büßten aber zwischen Dezember 2005 und Ende September 2006 insgesamt 73 Mitglieder ein.
Dagegen ging bei der Südwest-FDP mit dem Zuwachs der Stimmenanteile von 8,1 auf 10,7 Prozent offenbar auch eine wachsende aktive Unterstützung einher. Die Zahl der Mitglieder nahm vom Jahresende 2005 bis Mitte Dezember 2006 von 7.299 auf 7.387 zu.
http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=1870702/2n7iu/