Bundesregierung hält an Hilfen für China fest

30.07.2007

Berlin (Reuters) – Die Bundesregierung will der Forderung führender Politiker von CDU und FDP nach einem Stopp finanzieller Leistungen an China nicht folgen. Die zuständige Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) sprach am Freitag in Berlin von einer strategischen Zusammenarbeit, deren Aufgabe kurzsichtig und falsch wäre. Es gehe selbstverständlich nicht mehr um Entwicklungshilfe, sondern um ein Engagement auch im Interesse Deutschlands, sagte sie. Aus ihrem Etat fließen nach offiziellen Angaben dieses Jahr 67,5 Millionen Euro nach China.

Der stellvertretende FDP-Chef Rainer Brüderle und CDU/CSU-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach forderten in der “Bild”-Zeitung, angesichts des rasanten wirtschaftlichen Aufholprozesses in China die Entwicklungshilfen an das asiatische Land zu überprüfen. China dürfte in naher Zukunft die Bundesrepublik weltweit als drittgrößte Wirtschaftsmacht ablösen und ihr 2008 den Titel des Exportweltmeisters abnehmen.

http://de.today.reuters.com/news/
newsArticle.aspx?type=topNews&storyID=2007-07-27T131731Z_01_BON747838_RTRDEOC_
0_DEUTSCHLAND-CHINA-ENTWICKLUNGSHILFE-2ZF.xml&archived=False

Landes-SPD stürzt auf 19% ab – FDP bei 12%

30.07.2007

Aus den Stuttgarter Nachrichten: 

Wäre am nächsten Sonntag Landtagswahl in Baden-Württemberg, würde die oppositionelle SPD einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa zufolge auf 19 Prozent abstürzen. Bei der Landtagswahl 2006 war die SPD auf 25,2 (2001: 33,3) Prozent und damit auf ihr zweitschlechtestes Ergebnis in der Geschichte des Landes abgerutscht. Bei der forsa-Umfrage im April hatten die Sozialdemokraten noch 26 Prozent erreicht, wie der Nachrichtensender n-tv am Freitag mitteilte. Die neu formierten Linken würden dem Umfrageergebnis gemäß 6 Prozent der Stimmen und damit zum ersten Mal den Sprung in den Stuttgarter Landtag schaffen.

[...] Die seit gut fünf Jahrzehnten im Südwesten regierende CDU legt gegenüber der April-Umfrage um 3 Punkte auf 43 Prozent zu.

[...] Die seit 1996 gemeinsam mit der CDU regierende FDP liegt im Vergleich mit der früheren forsa-Umfrage unverändert bei 12 Prozent. [...] Bei der Landtagswahl 2006 hatten die Liberalen 10,7 (8,1) [...] Prozent der Stimmen auf sich vereinigt.

Der stellvertretende FDP-Landesvorsitzende, Justizminister Ulrich Goll, sagte: “Das Umfrageergebnis zeigt, dass sich die solide Arbeit der FDP im Land auch in soliden Erfolgsmeldungen niederschlägt. Wir sind in der Koalition weiter der Garant für Stabilität.”

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/1480043

Patrick Meinhardt bei SWR2 zu Rau

26.07.2007

Die FDP fordert eine Neuorientierung in der Schulpolitik. Der bildungspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Patrick Meinhardt, sagte im Südwestrundfunk (SWR), das Urteil des baden-württembergischen Verwaltungsgerichtshof gegen Zwangsfranzösisch an Gymnasien entlang des Rheins, mache deutlich, dass der Elternwille ernst genommen werden müsse. Die Schulen bräuchten außerdem mehr Freiräume. Der FDP-Politiker wörtlich: „Weniger Bildungsbürokratie von oben und mehr Bildungsfreiheit vor Ort.“

Vom baden-württembergischen Kultusminister Rau, CDU, verlangte Meinhardt, dieser solle seine Hausaufgaben jetzt machen. Er habe jetzt die Chance, in seinem Ministerium einen anderen Geist einziehen zu lassen. Bislang habe Rau den Koalitionsbogen in Baden-Württemberg sehr weit strapaziert. Für die FDP sei es gerade am Rande dessen, was noch tolerabel sei.

Das Interview als Audio unter:

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/tagesgespraech/-/id=660264/nid=660264/
did=2406182/pv=mplayer/vv=big/10vdun6/index.html

Westerwelle im BamS-Gespräch

26.07.2007

[...] BILD am SONNTAG: Herr Westerwelle, nach einer aktuellen Umfrage von BILD am SONNTAG gehören Sie zu den sechs Deutschen, die jeder kennt. Verleiht Ihnen das Macht?

GUIDO WESTERWELLE: Ein Argument wirkt in der Demokratie vor allen Dingen dann, wenn es von vielen gehört wird. So gesehen wächst mit der Bekanntheit die Macht des Wortes.

Macht ist aber auch das, was Oppositionspolitikern fehlt. Kennen Sie das Gefühl der Ohnmacht?

Ja, zum Beispiel dann, wenn mir Kollegen aus den Regierungsparteien hinter vorgehaltener Hand sagen: Sie haben recht, wir könnten schon jetzt ohne neue Schulden auskommen. Aber aus Gründen des eigenen Machterhalts stimmen sie dann doch für mehr Schulden und höhere Steuern.

In Deutschland haben Sie wenig zu sagen, in der FDP als Partei- und Fraktionschef fast alles. Tut den Liberalen diese Ein-Mann-Veranstaltung gut?

Das stimmt ja nicht. Das Problem ist: Bei der Opposition konzentrieren sich die Medien gern auf die Nummer eins. In der Regierung hat selbst Drittklassigkeit die Aura der Macht. Wir haben viele gute Köpfe.

Braucht man Demut, um mit Macht verantwortungsvoll umgehen zu können?

Demut braucht man in jeder herausgehobenen Position. Dazu gehört das Wissen, woher man kommt und wie schnell alles vorbei sein kann. Ich empfinde Dankbarkeit für die große Ehre, meine Aufgabe wahrnehmen zu dürfen.

Altkanzler Schröder hätte das anders formuliert.

Herr Schröder und auch Herr Fischer haben Macht geradezu sinnlich genossen – aber nur ausnahmsweise gewusst, was sie damit machen sollen. Die bloße Verwaltung der Gegenwart reicht nicht als Ziel. Union und SPD haben keine Vorstellung davon, wie unser Land in zehn Jahren aussehen soll. Beim Pro-Kopf-Einkommen, dem eigentlichen Wohlstandsmerkmal, ist Deutschland auf Platz 18 abgerutscht. Es ist zu wenig, wenn man sich damit zufrieden gibt, die roten Teppiche der internationalen Gipfeltreffen unter den eigenen Füßen zu spüren.

[...] Die SPD bietet Ihnen jetzt wieder eine Ampelkoalition an. Könnten Sie es sich leisten, ein weiteres Mal auf die Macht zu verzichten?

Meine Partei ist selbstbewusst und unabhängig genug, um zu wissen, dass bei einer Regierungsbeteiligung die richtige Politik hinten rauskommen muss. Davon wird alles andere abhängen. Wir Liberalen wollen an die Macht – aber nicht um jeden Preis.

Sie schließen eine Koalition mit SPD und Grünen nicht mehr aus?

Ich will, dass meine Partei bei der nächsten Bundestagswahl so stark wird, dass es für ein stabiles Zweierbündnis reicht. Und nach derzeitiger Lage der Dinge gibt es bei aller Kritik immer noch mehr Gemeinsamkeiten mit den Unionsparteien als mit SPD und Grünen. [...]

Was ist dann Ihr Wahlziel? 12, 15, 18 Prozent?

Wir hatten 2005 mit rund zehn Prozent eines der besten Wahlergebnisse unserer Geschichte. Das zu halten und am besten auszubauen, ist mein Ziel.

Innenminister Schäuble will deutlich mehr Macht für den Staat, um den Terrorismus zu bekämpfen. Wie weit folgen Sie ihm da?

Ein Verfassungsminister, der die Tötung auf Verdacht erörtert und wesentliche Rechtsstaatsprinzipien wie die Unschuldsvermutung infrage stellt, wird sich an den Liberalen die Zähne ausbeißen. Dafür garantiere ich persönlich. Wolfgang Schäubles Vorschläge sind unausgegoren, maßlos und verfassungswidrig. Ein Verfassungsminister, der die Freiheit schützen will, indem er sie preisgibt, hat ein seltsames Amtsverständnis.

Was nun?

Eine Bundeskanzlerin, die so lange dazu schweigt, bis der Bundespräsident in die Debatte eingreifen muss, macht etwas falsch. Angela Merkel muss klarstellen, dass dies nicht die Linie der Regierung ist. Wenn sie das weiterlaufen lässt, widerlegt sie ihre eigene Führungsstärke, die sie außenpolitisch gerade gezeigt hat. Dann muss sie es sich auch gefallen lassen, dass sie für die Vorschläge ihres Innenministers persönlich in die Verantwortung genommen wird.

Ist es die Aufgabe des Staatsoberhaupts, einen Bundesminister öffentlich zu rügen?

Ich bin sicher, dass der Bundespräsident seine Zurückhaltung nicht leichtfertig aufgegeben hat. Wolfgang Schäubles abenteuerlicher Vorstoß zeigt auch: In Zeiten einer breiten schwarz-roten Mehrheit im Bundestag gibt es die Tendenz zu Machtvergessenheit und Machtversessenheit. Ich begrüße, dass unser Staatsoberhaupt als moralische Instanz hierzu nicht schweigt.

Deutschland übernimmt zunehmend Verantwortung in der Welt. Die Bundesregierung schickt Soldaten in gefährliche Auslandseinsätze – und damit auch in den Tod. Könnten Sie das?

Wenn es für Deutschland sein müsste – notfalls ja. Deswegen bedeutet Macht auch schlaflose Nächte und Albträume. Je mehr Verantwortung man trägt, desto mehr Disziplin muss man zeigen, auch wenn das persönliche Belastungen bedeutet.

Im Herbst entscheidet der Bundestag über die Verlängerung der Afghanistan-Mission. Wie stimmt die FDP ab?

Wir werden den Antrag der Bundesregierung sehr sorgfältig prüfen. Wir haben als FDP auch dem Tornado-Einsatz zugestimmt, weil wir darin einen Beitrag zur Vergrößerung der Sicherheit auch unserer eigenen Soldaten in Afghanistan sehen. Ein plötzliches Ende des internationalen Engagements wäre keine verantwortliche Politik. Nach wenigen Wochen hätten die Taliban wieder die Macht am Hindukusch. Die Terrororganisation al-Qaida hätte ein riesiges Aufrüstungs- und Rückzugsgebiet. Das brächte den Terror näher an Europa. Aber entscheiden werden wir im Herbst, nicht diesen Sommer. [...]

Das ganze Gespräch unter:
http://www.bild.t-online.de/BTO/news/
2007/07/22/guido-westerwelle/sonntags-interview,
geo=2184886.html

FDP unterstützt Verfassungsbeschwerde der Biodieselhersteller

23.07.2007

Berlin – Die FDP unterstützt die mögliche Verfassungsbeschwerde der Biodieselhersteller gegen das Energiesteuergesetz.

Das Energiesteuergesetz bedeutet in Verbindung mit dem Biokraftstoffquotengesetz den Ruin der innovativen und klimafreundlichen Biokraftstoffbranche in Deutschland”, so die Meinung der Agrarexpertin der FDP-Bundestagsraktion, Christel Happach-Kasan. Deshalb sei es richtig, dass die Betroffenen eine Verfassungsbeschwerde erwägen, um weitere Arbeitsplätze und Unternehmen in Deutschland vor dem Aus zu schützen. Die FDP-Bundestagsfraktion werde die Branche weiterhin unterstützen.

Laut Happach-Kasan habe die Politik der Bundesregierung im Bereich der Biokraftstoffe die bisherige „Erfolgsstory“ Biodiesel jäh abgewürgt. “Im Ergebnis hat das zu mehr CO2 und weniger Arbeitsplätzen in Deutschland geführt”, so die Agrarexpertin. Die FDP-Bundestagsfraktion fordere die Bundesregierung deshalb auf, diesen “klima- und arbeitsmarktpolitischen Unsinn” umgehend zu korrigieren.

Dazu müssten Rein-Biokraftstoffe bis 2009 wieder von der Steuer befreit werden. Alleine mit dieser überfälligen Maßnahme könne ein CO2-Einsparpotential von fünf Millionen Tonnen pro Jahr verwirklicht werden. Ansonsten drohe das Aus für diesen innovativen und klimafreundlichen Biokraftstoffmarkt in Deutschland.

http://agrarheute.com/index.php?redid=171629

FAZ: Linke Mehrheit in Deutschland

19.07.2007

Aus einer Allensbach-Umfrage kommen alarmierende Zahlen:

[...] Kein Zuwachs für das bürgerliche Lager

Die Momentaufnahme der Sonntagsfrage (“Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre …“) für Anfang Juli, also nach den internationalen Gipfeltreffen von Heiligendamm und Brüssel und nach Abschluss der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, ergibt für die Union einen „Zweitstimmen“-Anteil von 37,0 Prozent (Vormonat 35,0), für die FDP 9,4 (10,5), für die SPD 28,3 (29,2), für die Grünen 9,7 (10,3) für Die Linke 12,5 (10,3) und für die sonstigen Parteien 3,1 (4,7).
Nach den üblichen Lager-Theorien bedeutet dies, dass Union und FDP zurzeit zusammen auf einen Stimmenanteil von 46,4 Prozent kommen, während das gesamtlinke Lager aus SPD, Grünen und Linke einen Anteil von 50,5 Prozent hält. Werden zum Vergleich die Ergebnisse des Vormonats herangezogen, so ergibt sich für das bürgerliche Lager ein Anteil von 45,5 und das gesamtlinke Lager einer von 49,8 Prozent.
Die Verschiebung ist gering, enthält jedoch zwei Merkposten. Zum einen hat selbst der große außenpolitische Erfolg der Kanzlerin und CDU-Vorsitzenden keinen solchen Zuwachs an Zustimmung zum bürgerlichen Lager gebracht, dass es für eine Regierungskoalition von Union und FDP reichen würde. Zum anderen hat das gesamtlinke Lager die entscheidenden Zusatzpunkte, die ihm die sichere absolute Mehrheit verschaffen (würden), dadurch gewonnen, dass es Stimmen von den sonstigen Parteien, also aus dem Bestand der sogenannten Protestwähler, abziehen konnte. Da dieser Zugewinn eindeutig auf das Konto der Linken fließt, muss man wohl zugestehen, dass deren Parteivorsitzender Lafontaine offenbar Leute von den Rändern in das Bundestagsspektrum zu holen versteht. [...]

Anziehender „Sozialismus“

Hier kommt der zweite Teil der Allensbacher Erhebung zum Tragen – die Anziehungskraft des Wortes Sozialismus. Auch wenn man unterstellt, dass die Ergebnisse etwas ungenau sind, so sticht doch hervor, dass 45 Prozent der Westdeutschen und 57 Prozent der Ostdeutschen den Sozialismus für „eine gute Idee“ halten. Der westdeutsche Wert ist der höchste seit dem Untergang des sozialistischen Staatensystems.

Wahrscheinlich wäre der Wert niedriger ausgefallen, wenn das Institut für Demoskopie nicht der alten Sprachregelung der amerikanischen Sozialwissenschaften und deren Pauschalbegriffe (die erst von den Unions-Sprachgewaltigen Strauß und Geißler aufgegriffen und jetzt von Lafontaine hervorgeholt wurden) gefolgt wäre. Die Umfrage hätte nicht allein „Freiheit“ und „Sozialismus“ einander gegenüberstellen, sondern den Befragten die Möglichkeit geben können, zwischen (christlicher) Soziallehre, Sozialdemokratie und Sozialismus zu unterscheiden.

Die Ergebnisse sprechen dennoch eine klare Sprache: 29 Prozent der Bevölkerung sind überzeugt, dass die Linke sich „mehr darum kümmert, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen“, nur 22 Prozent sehen den größeren Einsatz bei der SPD. Selbst unter SPD-Anhängern ist Die Linke mit 30 zu 25 Prozent im Vorteil. Nur 10 Prozent der Bevölkerung sagen, dass sich die SPD „darum kümmert, für Gleichheit in der Gesellschaft zu sorgen“, 36 Prozent schreiben hier der Linken mehr Aktivität zu ebenso wie dabei, „die sozialen Unterschiede zwischen Arm und Reich abzubauen (9 Prozent für die SPD, 44 für Die Linke). [...]

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB
1A121534F010EE1/Doc~E04108908DDE546E2
A13FAAFC155E0A11~ATpl~Ecommon~Scontent.html

FDP gegen Kontenabruf

17.07.2007

Berlin. Zur Billigung des Kontenabrufs durch das Bundesverfassungsgericht erklärt der finanzpolitische Sprecher der FDP, Dr. HERMANN OTTO SOLMS:

„Die FDP nimmt die Karlsruher Entscheidung zur Kenntnis, dass der Kontenabruf durch die Finanzbehörden nicht verfassungswidrig ist.

Trotzdem hält sie die weitgehende Beseitigung des Bankgeheimnisses für falsch. Sie untergräbt das Vertrauen der Bürger in einen fairen Steuerstaat. Ebenso befördert sie die seit Jahren anhaltende Kapitalflucht aus Deutschland.

Bei einer künftigen Regierungsbeteiligung der FDP wird die Möglichkeit der Kontenabfragen durch die Finanzbehörden zurückgenommen.“

SWR: FDP besorgt über schwarz-grüne Gedankenspiele

09.07.2007

Die FDP ist verärgert über die Äußerungen Günther Oettingers (CDU) über mögliche Koalitionen mit den Grünen. “Der Ministerpräsident scheint auf das C im Parteinamen nicht mehr allzu viel Wert zu legen”, sagte Oettingers Vize, Justiminister Ulrich Goll (FDP), dem “Focus”.Gerade die Grünen hätten sich lautstark darüber aufgeregt, “dass die Erziehung zur christlichen Nächstenliebe als Wertmaßstab im neuen baden-württembergischen Jugendstrafvollzugsgesetz verankert wurde”, so der Minister weiter.

Goll monierte, dass nun ausgerechnet diese Partei als potenzieller Regierungspartner der Union in Frage kommen soll. Oettingers Werben wirke auf den Wähler “abstoßend”, erklärte Goll. Die Botschaft sei doch: “Egal mit welchem Programm, Hauptsache wir regieren.” [...]

Oettinger hatte in einem Interview erklärt, nach der nächsten Bundestagswahl eine schwarz-grüne Regierung für denkbar zu halten. “Dort, wo die FDP ausfällt, ist mir Schwarz-Grün viel lieber als Rot-Grün oder Rot-Rot”, sagte er. Aus seiner Partei hatte er für diese Aussage Rückendeckung erhalten. Oettinger hatte nach der Landtagswahl 2006 in Baden-Württemberg sowohl mit den Grünen als auch mit der FDP über eine Koalition verhandelt.

http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=2364042/11thalq/

Schluss mit der Steuer-Gier!

06.07.2007

SteuergierSteuerzahlertag am 12. Juli 2007

Auch 2007 langt der Staat kräftig zu! Nach der größten Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik müssen die Bürgerinnen und Bürger auch in diesem Jahr wieder länger arbeiten, um Steuern und Abgaben zu bezahlen. Rechnerisch zahlen sie bis einschließlich 12. Juli 2007 in die öffentlichen Kassen ein. Erst nach diesem Tag arbeiten die Menschen für sich.

2007 wird die Quote der Belastungen bei rund 53 Prozent liegen. Die Forderung der FDP nach Steuersenkungen ist damit unverändert aktuell! Die Liberalen stehen für ein einfaches und gerechtes Steuersystem mit niedrigen Sätzen. Die bessere konjunkturelle Lage ist kein Grund sich auszuruhen; sie ist vielmehr die bessere Möglichkeit, endlich Reformen anzustoßen, die unseren Wohlstand dauerhaft sichern.

Das Steuerkonzept der FDP sieht vor: Jeder hat wieder mehr Geld in der Tasche. Das Drei-Stufen-Konzept mit 15%, 25% und 35% vereinfacht das Steuersystem, damit Arbeit wieder Spaß macht. Dieses Modell schafft Gerechtigkeit, denn durch die Steuersenkungen schafft es Arbeitsplätze.

Dadurch kommt die Wirtschaft in Deutschland dauerhaft in Schwung. Das schafft Investitionen und bringt weitere Jobs. Mit dem Konzept der FDP kann man die Steuererklärung wieder auf einem Blatt Papier selbst machen. Ausnahmetatbestände werden gestrichen, die Bemessungsgrundlage verbreitert und Subventionen gekürzt. Mit diesen Maßnahmen lässt sich dieses gerechte und einfache Programm finanzieren. Die Steuermehreinnahmen, derer sich Peer Steinbrück (SPD) rühmt, sind von den Bürgern erwirtschaftet worden. Angesichts der verbesserten Finanzsituation ist es nur recht, diese durch Steuersenkungen wieder zu entlasten.

Die ständig steigende Steuer- und Abgabenlast in Deutschland ist ein Beweis, wie der Druck auf die gesellschaftliche Mitte hierzulande stetig wächst. Politische Entscheidungen gehen immer mehr zu Lasten derer, die Leistung zeigen und Verantwortung übernehmen wollen. Dabei sind sie es, die unsere Gesellschaft tragen. Die FDP ist der Anwalt dieser vergessenen Mitte. An Sie wenden wir uns am 12. Juli mit dem Steuerzahlertag.

Mehr Infos unter http://fdp.de/webcom/show_article.php/_c-1001/_nr-11/i.html

FDP erbost über Schäuble

02.07.2007

Der Partei-Vize der FDP, Andreas Pinkwart, hat den Vorwurf von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zurückgewiesen, die Liberalen hätten eine Neigung, „Klientelpartei“ zu sein. Der NRW-Forschungsminister sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Für uns ist die erfolgreiche Koalition in Düsseldorf Blaupause für Berlin. Hier machen wir keine Klientelpolitik, sondern Gestaltungspolitik im Interesse der Menschen und für den Fortschritt im Land.“

Schäuble hatte sich für eine Öffnung der Union gegenüber den Grünen eingesetzt. Der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) sagte er: „Schwarz-Grün ist nicht unser Wunsch, aber eine Option für die Union.“ Zwar habe die Union die größte inhaltlichen Übereinstimmungen mit der FDP, sagte Schäuble. Aber der Innenminister ergänzte: „In einer Demokratie können demokratische Parteien, wenn die Wähler anders entscheiden, immer miteinander.“

Dazu bemerkte Pinkwart: „Vielleicht stellt sich Schäuble vor, mit den Grünen leichter seine Politik der Einschränkung der Bürgerrechte vorantreiben zu können. So wie das sein Vorgänger Otto Schily ja bereits gemacht hat.“ Das sei zwar nachvollziehbar, aber die bessere Politik für das Land könne die Union nur mit der FDP machen.

Ein Bündnis der FDP mit den Grünen schloss der Partei-Vize vorerst aus: „Solange die Grünen nicht klar sagen, dass sie ein Bündnis mit der Linkspartei ablehnen, kann ich mir eine Koalition mit ihnen nicht vorstellen.“ Seiner eigenen Partei empfahl Pinkwart, ihre Eigenständigkeit hervorzuheben: „Wir müssen deutlich machen, wofür wir stehen, damit der Wähler eine klare Alternative hat.“

 Aus dem Kölner Stadtanzeiger: http://www.ksta.de/html/artikel/1182933849523.shtml

In diesem Blog gibt es heute am 02.09.2010 insgesamt 788 Beiträge.

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