Studie: Wahlkampf immer stärker im Internet
Berlin (dpa) – Parteien und Politiker haben ihre Präsenz im Internet ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl deutlich verstärkt. Das geht aus der in Berlin veröffentlichten Studie «Politik im Web 2.0 – Zwischen Strategie und Experiment» der Onlineagentur «newthinking communications» hervor.[...] Alle Parteien – mit Ausnahme der FDP – haben laut Studie inzwischen auch einen eigenen Youtube-Kanal. «Jeder halbwegs motivierte Kandidat wird in einem der kommenden Wahlkämpfe einen Account bei Facebook und Twitter haben, dazu ab und an bei Youtube ins Internet sprechen und vielleicht bloggen», fasste Markus Beckedahl von «newthinking communicatons» die Ergebnisse der Studie zusammen. Die Untersuchung geht alle drei Monate der Frage nach, welche Rolle das Internet im Bundestagswahlkampf spielen wird.
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/545067
Die “Studie” gibt es hier: http://netzpolitik.org/wp-upload/kurzstudie-politik-im-web-2-auflage4.pdf
Zur Richtigstellung: Die FDP war die ERSTE Partei (Beitritt: 15. Februar 2006) mit eigenem Youtube-Channel (http://www.youtube.com/fdp). Die “Studie” zeigt mal wieder, wie mit fragwürdigen empirischen Daten Politik gemacht wird, weil Pressevertreter PR-Mitteilungen ungeprüft abschreiben. Der Channel der FDP wird von der Bundestags-Fraktion betrieben, was die “Studie” so interpretiert, dass die Partei keinen hätte. Spitzfindig, gewiss! Oh, wie gewieft diese (linksautonomen) Blogger doch sind…
Am Dienstagmittag hat FDP-Generalsekretär Dirk Niebel im Berliner Thomas-Dehler-Haus das FDP-Programm für die Bundestagswahl vorgestellt. Ein Programm, das die Bewältigung der Wirtschaftskrise vorantreiben soll. “Wir wollen die Bürger wieder stärken und nicht nur die Ränder der Gesellschaft in den Fokus von Regierungshandeln nehmen”, sagte Niebel am Dienstag im Deutschlandfunk. Die Mittelschicht sei aus dem Blickwinkel der Bundesregierung geraten. “Im Gegensatz zu den anderen, die auf sozialistische Planwirtschaft setzen, inklusive der unionsgeführten Bundesregierung, setzen wir als einzige auf eine deutliche Stärkung der sozialen Marktwirtschaft”, machte der FDP-Generalsekretär deutlich.