Kommentar in der StZ – Trotz allem: für die Freiheit
Einen lesenswerten Kommentar zur herrschenden Verbotskultur in Deutschland hat Stefan Geiger in der Stuttgarter Zeitung veröffentlicht:
…Für eine Gesellschaft, die frei sein will, ist aber jedes Verbot, auch das vernünftigste, eine kleine Niederlage. Jedes Verbot ist eine leise Absage an die Idee, der Mensch sei vernunftbegabt. Jedes Verbot rüttelt an der These, wir seien eine Gesellschaft sozial denkender Menschen. Es kommt nicht nur darauf an, wie gut begründet oder gar zwingend ein einzelnes Verbot ist. Auch die schlichte Zahl der Verbote sagt etwas über den Zustand einer Gesellschaft aus. Eine ständig wachsende Zahl von Verboten ist kein gutes Zeichen für die Entwicklung einer Gesellschaft. Wenn eine Gemeinschaft gar beginnt, die Verbote, die ihr auferlegt werden, zu lieben und nach immer neuen Verboten zu rufen, wird es bedrohlich.
… Jedes Verbot ist zugleich auch ein Eingeständnis der Unfähigkeit, den Fehlentwicklungen in einer Gesellschaft auf angemessenere Weise zu begegnen. Eine Gesellschaft, die Alkohol auf der Straße verbietet, um so Raufhändel zu vermeiden, belegt damit zunächst einmal, dass sie ungelöste Probleme bei der Erziehung ihrer Kinder und Jugendlichen hat. Ein Staat, der Managergehälter begrenzen will, beweist damit, dass es ihm nicht gelungen ist, Teilen seiner wirtschaftlichen Elite die Idee des Gemeinwohls nahezubringen. Das Verbot, das stets das letzte Mittel sein müsste, wird als das scheinbar einfachste Allheilmittel eingesetzt.
Den ganzen Artikel finden Sie hier http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2146533_0_9223_-kommentar-trotz-allem-fuer-die-freiheit.html


In der Sitzung des Landesarbeitskreises Integration (LAKI) hat der Justizminister und Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Prof. Dr. Ulrich Goll MdL (FDP), die Bedeutung der beruflichen Ausbildung hervorgehoben: „Eine fundierte Berufsausbildung ist nach wie vor eine der besten Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit. Sie ist eine der entscheidenden Voraussetzungen für eine erfolgreiche Positionierung auf dem Arbeitsmarkt und somit für eine gleichberechtigte Teilnahme und Teilhabe am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben insgesamt“, erklärte Goll.