Wenn es in den USA so etwas wie “europäisch” geprägte Liberale gibt, dann findet man sie in der Demokratischen Partei und vornehmlich in den nord-östlichen Bundesstaaten Neuenglands. Ein großer dieser Liberalen ist von uns gegangen und beendet somit eine Epoche: Ted Kennedy war eine Lichtgestalt des amerikanischen Liberalismus, des Sozialstaatsdenkens und der Verteidigung der Schwächeren. Dazu die österreichische Nachrichtenagentur APA:
Er hielt die Fahne des Liberalismus hoch. Mehr als 300 seiner Initiativen im Kongress wurden zu Gesetzen, viele davon verbesserten das Leben für die Schwachen. Kennedy kämpfte gegen die Apartheid, für Chancengleichheit aller ethnischen Gruppen, für eine bessere Bildung, für eine Anhebung der Mindestlöhne, für Kinder, Behinderte und die Kranken.
Er war von Anfang an ein entschiedener Gegner des Irak-Krieges, den er als Bushs Vietnam-Krieg brandmarkte, und er brachte mit seinem flammenden Widerstand einen Kandidaten für das höchste US-Gericht zu Fall, den er für einen Rassisten hielt. Aber der “Löwe des Senats”, wie man ihn nannte, galt auch als ein Brückenbauer, bereit zur Zusammenarbeit mit den Konservativen, wenn es um die Durchsetzung wichtiger Gesetzeswerke ging. So zählte ihn auch “Time” 2006 zu den “zehn besten Senatoren” der US-Geschichte.
http://www.apa.at/cms/site/news_item.html?channel=CH0069&doc=CMS1251270600666
Mehr zu einem der bedeutendsten Politiker des späten 20. Jahrhunderts in den USA unter http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Kennedy