Klaus Kinkel - 70 Jahre und voll am Ball

Liberales Urgestein aus Baden-Württemberg

22.01.2007 - Am 17. Dezember 2006 feierte ein bedeutender Liberaler aus Baden-Württemberg einen runden Geburtstag: Klaus Kinkel wurde ? zur Überraschung vieler ? 70 Jahre. Aktiv wie eh und je ? und keine Spur von sieben Jahrzehnten.

Das Leben von Klaus Kinkel ist eng mit Baden-Württemberg verbunden:

In Hechingen geboren und u.a. in Tübingen studiert, wurde er als promovierter Jurist schließlich Präsident des Bundesnachrichtendienstes und Justizminister und konnte in diesen Ämtern überzeugend die Stärke des liberalen Rechtsstaates durchsetzen. Vor allem im Zuge der Deutschen Einheit überführte er die Justiz der DDR in den rechtsstaatlichen Rahmen der Bundesrepublik und machte sich so um die Deutsche Einheit verdient.

Als Bundesminister des Auswärtigen von 1992 bis 1998 verkörperte er die Zuverlässigkeit der deutschen Außenpolitik in der Welt. In seiner Amtszeit wurde das geeinte Europa von der Vision zur Realität. Die Politik des wiedervereinigten Deutschlands erfuhr viel Vertrauen und musste diesem in den Augen der Welt gerecht werden. Konflikte und Krisen stellten die Welt nach dem Fall des Eisernen Vorhangs vor schwierige Herausforderungen. Zu erwähnen seien hier die Konflikte in Afrika (Ruanda) oder auf dem Balkan. Deutschland war sich seiner Verantwortung stets bewusst und zeigte dies durch engagierte und überlegte Außenpolitik unter der Führung Klaus Kinkels.

Von 1994 bis 2002 war er FDP-Abgeordneter im Deutschen Bundestag für den Wahlkreis Karlsruhe. Seine Arbeit war von großem Sachverstand und tiefer Menschlichkeit geprägt. Von 1998 bis 2002 setzte er sich besonders für die Belange behinderter Menschen in unserer Gesellschaft und den Sport ein.

Als Bundesvorsitzender führte er seine FDP in turbulenter Zeit und stellte sich den schwierigen Aufgaben in kämpferischer Weise und mit vollem Einsatz. Er zeigte so, dass die Liberalen aus dem Südwesten ihren Ruf in der Bundespartei zu Recht genießen.

Wie kaum ein anderer verkörpert er die Ideale der baden-württembergischen Liberalen:

Geradlinigkeit, Anstand, Weltoffenheit, Bodenständigkeit, schwäbische „Gescheitheit“ und badische Herzlichkeit - all diese Eigenschaften vereinigt Dr. Klaus Kinkel.

Mit einem zahlreich besuchten Empfang am 20. Januar ehrten der Landesverband Baden-Württemberg und der Kreisverband Karlsruhe der Liberalen den Jubilar. Die Zahl der Redner und Grußworte nach einer gewohnt eleganten Begrüßung durch den liberalen Kulturbürgermeister Karlsruhes, Ullrich Eidenmüller, war groß und zeigt das breitgestreute Engagement Klaus Kinkels: Neben Heinz Fenrich, dem Oberbürgermeister der badischen Residenzstadt, Joachim Wolhlfeil, dem Handwerkskammerpräsidenten der Stadt Karlruhe und Rolf Dohmen, dem Manager des dortigen Sportclubs, gratulierten viele Vertreter von allen Ebenen und aus allen Regionen der Landespartei, an deren Spitze die Landesvorsitzende Birgit Homburger.
In den Reden wurde deutlich, wie breit das Spektrum des Engagements des ehemaligen Bundesministers ist: Ob im sozialen Bereich (Klaus Kinkel nennt die vielen Organisationen, die er zum Teil schon seit seinen Ministerzeiten unterstützt, seine „sozialen Kinder“) oder im Bereich des Sports (beim KSC), beim Handwerk (Klaus Kinkel ist Ehrenmeister der Karlsruher Handwerkskammer) oder im wichtigen Schlüsselsektor der Bildung (Klaus Kinkel ist Vorsitzender der Deutschen Telekom-Stiftung, die sich in diesem Bereich herausragend engagiert): Klaus Kinkel ist auch heute noch überall am Ball und sogar noch, wie er selbst schmunzelnd sagt, „Opa vom Dienst“ für seine Enkel.
Der Andrang von fast 500 Gästen war Beweis genug, dass die Ehrungen von Herzen kamen.


 

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