Arnold: Menschen sind keine Ware

Wir müssen Menschenhandel weltweit bekämpfen Hohe kriminelle Abschöpfung

16.10.2009 - ?Menschen sind keine Ware, wir müssen den Menschenhandel in Europa und weltweit bekämpfen?. Dies sagte die frauenpolitische Sprecherin der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Birgit Arnold, anlässlich des ?Europäischen Tags gegen den Menschenhandel?, der am 18. Oktober 2009 zum dritten Mal begangen wird. Bei 79 Prozent der Fälle von Menschenhandel geht es um Zwangsprostitution und andere Formen sexueller Ausbeutung von Frauen und Mädchen. In 20 Prozent aller aufgedeckten Fälle waren die Opfer Kinder unter 14 Jahren. Als Folge der weltweiten Wirtschaftskrise wird nach einer Prognose der International Labour Organisation (ILO) der Menschenhandel als organisiertes Verbrechen weiter zunehmen. Der Handel mit Menschen zählt damit zu den am stärksten wachsenden globalen Wirtschaftsaktivitäten. Die internationale Migrationsorganisation (IOM) schätzt die kriminelle Abschöpfung auf 7 Mrd. bis 10 Mrd. US-Dollar im Jahr. Das Geschäft mit Menschen ist demnach noch lukrativer als jenes mit Drogen.

?Wir müssen die eklatanten und systematischen Menschenrechtsverletzungen durch den Menschenhandel entschieden bekämpfen und den Opfern in ihrer Not helfen?, sagte Birgit Arnold. Die frauenpolitische Sprecherin fordert als ersten Schritt die umgehende Ratifizierung des Europarat-Übereinkommens zur Bekämpfung des Menschenhandels. Sie regt weiter an, die bundesweite Gewährleistung eines Aufenthaltstitels für Menschenhandelsopfer nicht mit deren Aussagebereitschaft zu verknüpfen.

 

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