Wolff: Asylbewerbern eine Arbeitsmöglichkeit geben

 31.07.2013 -

Anlässlich der Diskussion um die Arbeitsmöglichkeit von Asylbewerbern in Schwäbisch Gmünd und der Beendigung der Zusammenarbeit der Deutschen Bahn erklärt der stellvertretende FDP-Landesvorsitzende und Vorsitzende des Arbeitskreises Innen & Recht der FDP-Bundestagsfraktion, Hartfrid Wolff MdB:

In einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Dr. Rüdiger Grube, setzte ich mich für die Möglichkeit ein, den Asylbewerbern in Schwäbisch Gmünd wieder eine Anstellung als Servicekraft der Deutschen Bahn am Bahnhof zu geben. Die Beendigung des jetzigen Projekts mit den Asylbewerben ist ein Rückschlag für die Perspektiven des Zusammenlebens in den Kommunen.
Denn grundsätzlich ist es eine positive Nachricht, wenn Menschen, die in Deutschland sind, arbeiten können und nicht dazu verdammt sind, herumzuhängen. Das Projekt in Schwäbisch Gmünd sollte, solange es keine weitergehenden Möglichkeiten gibt, auch deutschlandweit Schule machen.

Darüber hinaus muss das Arbeitsverbot mit Beginn eines legalen Status in Deutschland aber auch gänzlich fallen. Denn mit der Arbeitserlaubnis vom ersten Tage an würden Menschen die Möglichkeit haben, sich auch sinnvoll in die Gemeinschaft vor Ort einzubringen und entsprechend adäquat entlohnt werden zu können. Dies bedeutet ebenfalls, statt "Stütze" erhalten zu müssen, sinnvolle Arbeit leisten zu können und gleichzeitig eben nicht mehr nur "herumhängen" zu müssen.

Zudem ist es den Menschen hier nicht zu vermitteln, dass es in verschiedenen Branchen, sei es beispielsweise im Handwerk, in der Landwirtschaft oder in der Gastronomie, ggf. auch saisonale Beschäftigung gibt, für die z.T. Menschen aus Drittstaaten angeworben werden müssen, wenn Asylbewerber, die bereits hier leben, einem Arbeitsverbot unterliegen.

Die FDP hat in der Koalition mit der CDU/CSU in Berlin erreicht, dass das Arbeitsverbot für Asylbewerber von einem Jahr auf neun Monate reduziert wurde. Dies war unsererseits ein Schritt in die richtige Richtung. Aber hier muss noch deutlich mehr geschehen.

 

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