Bundesparteitag der FDP in Bremen

Gerhardt: Liberale Leitlinien für die deutsche Außenpolitik - Scharfe Kritik an Rot-Grün

Wolfgang Gerhardt
18.05.2003 - Der FDP-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Gerhardt formulierte in seiner Rede vor dem Bundesparteitag am Sonntag in Bremen die zentralen Punkte einer "freidemokratischer Außenpolitik". Gerhardt forderte eine grundlegende Reform der Europäischen Union und eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Gemeinschaft, um internationale Handlungsfähigkeit zu erlangen. Die rot-grüne Irak-Politik kritisierte Gerhardt erneut scharf als "wahltaktisch" motiviert. Die "transatlantische Megaphon-Diplomatie" der Bundesregierung schade der deutschen Glaubwürdigkeit und den Interessen des Landes, so Gerhardt. Die Delegierten feierten die Grundsatzrede mit stehendem Beifall.

Westerwelle: FDP ist die Alternative für das ganze Volk

WesterwelleGuido Westerwelle wurde auf dem FDP-Bundesparteitag in Bremen am Samstag mit klarer Mehrheit in seinem Amt als FDP-Parteichef bestätigt. Er erhielt 509 der 638 abgegebenen Stimmen. Das entspricht einem Ergebnis von 79,78 Prozent. 90 Delegierte stimmten mit Nein, bei 39 Enthaltungen. Als Westerwelles Stellvertreter wurde zunächst der rheinland-pfälzische FDP-Landesvorsitzende Rainer Brüderle wiedergewählt. Der FDP-Fraktionsvize erhielt 572 Ja-Stimmen, 42 Nein-Stimmen. Bei 31 Enthaltungen entspricht das einem Ergebnis von 88,68 Prozent. Der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Andreas Pinkwart wurde mit 61,7 % zum 2. Stellvertreter gewählt. Der baden-württembergische FDP-Chef Walter Döring wurde im zweiten Wahlgang mit 56,9 Prozent als dritter stellvertretender Bundesvorsitzender bestätigt. 

Deutschland steht wirtschafts-, sozial- und finanzpolitisch vor einem Scherbenhaufen, erklärte der FDP-Bundesvorsitzende Gudio WESTERWELLE in einer kämpferischen Rede auf dem Bundesparteitag am Mittag. Westerwelle forderte Neuwahlen und eine strukturelle Erneuerung Deutschlands. Der liberale Parteichef warb für die Liberalen als einzige wirkliche Alternative, um von der erstarrten "Gefälligkeitsdemokratie" zu einer "Verantwortungsdemokratie" zu kommen. Die Regierung kritisierte der FDP-Chef scharf: "Rot-Grün hat das Land wirtschaftspolitisch an die Wand gefahren." Der Applaus der 662 Delegierten war überschwenglich. Mit Standing Ovations feierten die Liberalen ihren Parteichef nach dessen mitreissender Rede. "

Am Freitag hatte in Bremen der Bundesparteitag der FDP begonnen. FDP-Parteivize Rainer Brüderle eröffnete die dreitägige Versammlung und erklärte: "Wir werden in Bremen ein Signal setzen: Es bewegt sich was, die FDP bewegt sich. Grußworte an die 662 Delegierten richtete auch Bremens Oberbürgermeister Henning Scherf. Der Bremer FDP-Spitzenkandidat Claus Jäger folgte dem SPD-Politiker auf dem Fuß und zeigte sich zuversichtlich, wieder in die Bürgerschaft einzuziehen. Denn: "Wir sind die einzige Partei, die in Bremen auf den Wechsel setzt."

Mehr dazu unter http://parteitag.fdp.de

Live-Stream dazu unter
http://rstreaming.zdf.de/encoder/phoenix.ram

Rede von Guido Westerwelle zum Download HIER
Rede der Generalsekretärin Cornelia Pieper HIER
Rede von Wolfgang Gerhardt HIER

 

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Dokumente zur Meldung:

• Beschlüsse Bundesparteitag 2003, (Zip-Datei, 150 kB)



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