THEURER: Hohe Abbrecherquote in der Berufsausbildung ist Ergebnis falscher Prioritätensetzung

Zu den Ergebnissen des Bundesbildungsberichts 2018, über die die Süddeutsche Zeitung berichtet, erklärt FDP Landesvorsitzende und stv. Fraktionsvorsitzende der FDP Bundestagsfraktion Michael Theurer MdB:

 04.04.2018 -

„Wenn jeder vierte Auszubildende seine Ausbildung abbricht, dann ist das keine Randnotiz, die man wegen der allgemein guten Arbeitsmarktlage überlesen darf. Wenn die Ausbildungsbetriebe fehlende Motivation und Eignung vieler Auszubildender monieren oder einer der Gründe falsche Berufsvorstellungen sind, dann ist das grundsätzliche Problem nicht bei den ausbildenden Betrieben, sondern im Bildungssystem zu suchen. Nach wie vor verlassen viel zu viele Schüler die Schule ohne Abschluss. Die Bundesregierung stellt wichtige Digitalisierungsvorhaben an Schulen unter Finanzierungsvorbehalt. Stattdessen wird massiv Geld in das Rentensystem gepumpt und über einen weiteren Ausbau der Sozialleistungen nachgedacht. Dabei ist Bildung die beste Armutsprävention. Grundlagen für den beruflichen Erfolg müssen in den Schulen gelegt werden. Dabei müssen wir vor allem die Vorteile einer dualen Ausbildung an den allgemeinbildenden Schulen im Rahmen des Fachs "Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung" deutlicher machen und durch praktische Anschauung und Erfahrung vermitteln. Das haben wir in Baden-Württemberg als FDP mit unserem Leitantragsbeschluss "Beste Bildung braucht das Land" vom 05. Januar 2018 noch einmal deutlich gemacht. Durch Praktika und Praktiker an den Schulen müssen junge Menschen fundierte Einblicke in mögliche Berufsfelder erhalten können.“

 

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