Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister zieht heute in Saigon positive Bilanz der fünftägigen Wirtschaftsdelegationsreise nach Vietnam

Wir sind zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort!

Ernst Pfister MdL
25.11.2004 - (Saigon) Baden-Württembergs Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident, Ernst Pfister, hat heute in Saigon zum Abschluss einer fünftägigen Wirtschaftsdelegationsreise nach Vietnam eine rundweg positive Reisebilanz gezogen: ?In den letzten fünf Tagen konnten zahlreiche Kontakte zwischen deutschen und vietnamesischen Unternehmen neu geknüpft sowie bestehende Kontakte vertieft werden?, sagte der Minister am letzten Tag seiner Reise an der Spitze einer 35-köpfigen Wirtschaftsdelegation aus Baden-Württemberg.

Neben Vertretern baden-württembergischer Unternehmen reisten auch Vertreter von Wirtschaftsverbänden und Kammern mit, darunter der Präsident des VDMA, Dr. Dieter Brucklacher. Der Minister zeigte sich zum Abschluss der Reise mehr denn je davon überzeugt, dass sich Vietnam auf dem Wege zu einem der wichtigsten Wirtschaftspartner Asiens befindet: ?Wir sind zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort! Vietnam ist neben China und Irland die dynamischste Volkswirtschaft der Welt. Ein jährliches Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 7 bis 8 % in diesem und in den letzten Jahren und ein relativ gut ausgebildetes Fachkräftepotenzial sind Faktoren, die auf ein erhebliches Entwicklungspotenzial hinweisen. Hinzu kommt der von Vietnam beabsichtigte Beitritt zur WTO, der einerseits den Marktzugang für ausländische Unternehmen erleichtern und andererseits die Integration Vietnams in den Weltmarkt beschleunigen wird.?

Als vorteilhaft für die Handelsbeziehungen erweisen sich nach Pfisters Worten auch jene etwa 7 000 vietnamesischen Akademiker, die in der früheren DDR ausgebildet wurden. „Das große Potenzial dieser einzigartigen Brücke zwischen Vietnam und Deutschland war auch auf dieser Reise immer wieder spürbar.“ In diesem Zusammenhang wies der Minister darauf hin, dass gegenwärtig etwa 1 600 Vietnamesinnen und Vietnamesen an deutschen Hochschulen studieren, darunter ca. 180 in Baden-Württemberg.


Technische Symposien wurden flankiert durch politische Gespräche

Besonders gewinnbringend haben sich nach Pfisters Worten die Technischen Symposien in Hanoi und Ho Chi Minh City erwiesen: „Die teilnehmenden mittelständischen Unternehmen aus Baden-Württemberg haben die Symposien dazu genutzt, ihre innovativen Technologien gezielt vor einem Fachpublikum zu präsentieren. Im Anschluss an die Präsentationen unserer Unternehmen wurden zahlreiche erfolgversprechende Einzelgespräche mit den potenziellen Kooperationspartnern aus den Zielländern geführt.

Die Firmenkontakte im Rahmen der technischen Symposien wurden flankiert durch politische Gespräche Minister Pfisters unter anderem mit dem Vize-Industrieminister Do Huu Hao sowie dem dem Vorsitzenden der Wirtschaftskommission des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Vietnams; Herrn Truong Tan Sang.
Pfister: „Ich bin nach diesen Gesprächen mehr denn je optimistisch, dass weitere Verbesserungen im Rahmen der Investitionsgesetzgebung in Vietnam sowie eine stabilitätsorientierte Geld- und Fiskalpolitik ein zunehmend günstiges Geschäfts- und Investitionsklima für ausländische Unternehmen schaffen.“ Wie der Minister weiter berichtete, habe die vietnamesische Regierung ein großes Interesse am deutschen dualen Ausbildungssystem gezeigt: “Um Vietnam beim Aufbau eines dualen Ausbildungssystems zu unterstützen, haben wir den Austausch von Expertenkommissionen vereinbart.“


Wirtschaftliche Beziehungen
EU- Vietnam

Mit der Europäischen Union unterhält Vietnam seit Abschluss des Kooperationsabkommens 1995 intensive und stabile Beziehungen. Die EU ist inzwischen der größte Handelspartner Vietnams, gefolgt von den USA, Japan und China. 20% der vietnamesischen Exporte gehen auf den europäischen Binnenmarkt. Auch bei der Unterstützung seiner wirtschaftlichen Entwicklung sowie seiner Integration in die Weltwirtschaft spielt sie eine wichtige Rolle.

Deutschland – Vietnam

Mit einem Anteil von 28 % am vietnamesischen Handel mit der Europäischen Union ist Deutschland innerhalb der EU der größte Handelspartner Vietnams. Die deutschen Exporte im Jahr 2002 betrugen 530,4 Mio. Euro, während sich die Einfuhren aus Vietnam auf 1.171,3 Mio. Euro beliefen. Damit hat sich das Handelsvolumen seit 1996 mehr als verdoppelt. Die wichtigsten Exportgüter aus Vietnam nach Deutschland sind Textilien, Schuhe, Kaffee und Fischereiprodukte. Hauptimportgüter aus Deutschland sind Maschinen, Chemikalien und pharmazeutische Produkte. Der bisherige hohe Handelsüberschuss Vietnams ist aufgrund eines steigenden Bedarfs, vor allem an deutschen Maschinen, seit einigen Jahren leicht rückläufig. Unter den ausländischen Investoren liegt Deutschland nur auf dem 20. Platz, - unter den EU-Mitgliedstaaten auf Platz 5.

 

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