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Thema: Vielfalt = gute Bildung?

Wir meinen JA!

Die grün-rote Landesregierung hat die Einführung der Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg auf den Weg gebracht. Schon im kommenden Schuljahr wird es die ersten Gemeinschaftsschulen geben.

Es kann darüber gestritten werden, ob Gemeinschaftsschulen der beste Weg für die Bildung unserer Schülerinnen und Schüler sind. Es besteht aber überhaupt kein Zweifel daran, dass die Einführung der Gemeinschaftsschule ohne jede fundierte pädagogische Vorbereitung erfolgt. Ein Bildungsplan liegt für die 40 zum Schuljahr 2012/13 an den Start gehenden Gemeinschaftsschulen nicht vor. Damit drohen Bildungsvielfalt und Bildungschancen geopfert zu werden, der hervorragende Bildungsstandort Baden-Württemberg ist gefährdet.

Das aber ist nicht der liberale Weg. Wir wollen Vielfalt statt Einheit. Wenn wir den Schülerinnen und Schülern die individuell bestmögliche Bildung und Ausbildung zukommen lassen wollen, ist das mit Vereinheitlichung bestimmt nicht zu machen.

Gerade die schwächeren Schüler benötigen Anleitung und Orientierung. An den Gemeinschaftsschulen soll jedoch in heterogenen Lerngruppen aus Schülern mit allen Leistungsniveaus unterrichtet werden. Noten und Wiederholen sind abgeschafft. In den stark individualisierten Lernformen soll der Lehrer nur noch als Lernbegleiter beim Erfüllen des individuellen Arbeitsplans durch den Schüler fungieren. Auf diese weitreichende Umstellung wurden die Lehrer nur mangelhaft vorbereitet. Die sehr einseitige Ausrichtung auf stark individualisierte Lernformen wirkt sich auf die Förderung schwächerer Schüler nachteilig aus. Die Schulreform wird somit den individuellen Bedürfnissen der Schüler nicht gerecht.

Kooperationen zwischen Werkrealschulen und Berufsfachschulen sollen nach Grün-Rot keine Chance mehr haben. Die beruflichen Gymnasien und die frühkindliche Bildung werden vernachlässigt. Und das obwohl gerade die beruflichen Schulen in den letzten Jahren einen erheblichen Anteil daran hatten, dass Kinder aus sozial schwächeren Verhältnissen einen höheren Bildungsabschluss erreichten. Für diese Chancen auf den sozialen Aufstieg hat die FDP immer gekämpft. Grün-Rot zerstört diese Chancen konsequent.

Bildung ist die soziale Frage unserer Zeit. Mit ihren bisherigen Entscheidungen schränkt die grün-rote Landesregierung Vielfalt und Bildungsoptionen ein. Das geht vor allem zu Lasten von Kindern aus sozial schwächeren Familien. Wer Kindern und Jugendlichen Chancen auf freie Entfaltung und sozialen Aufstieg geben will, muss für ein möglichst differenziertes Bildungssystem und individuelle Förderung sorgen.

Die FDP fordert: einen quantitativen und qualitativen Ausbau der frühkindlichen Bildung, flächendeckend Bildungshäuser, ein differenziertes Schulsystem, mehr Entscheidungsfreiheit für Schulen vor Ort und bessere individuelle Förderung des Einzelnen. Nur eine Bildungspolitik, die diese Punkte beherzigt, sichert Zukunftschancen für alle Kinder. Das ist das erklärte Ziel der FDP.

 

» Ansprechpartner/in: Gabriele Heise

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