THEURER: Blaue Plakette geht zulasten des Mittelstands und löst keine Probleme

Zur Ankündigung der Landesregierung, sich im Bundesrat für die Einführung der blauen Umweltplakette einzusetzen erklärt der Landesvorsitzende der FDP Baden-Württemberg, MICHAEL THEURER, MdEP:

 06.10.2016 -

„Die von der grün-schwarzen Landesregierung propagierte Einführung der blauen Umweltplakette, die es Dieselfahrzeugen in Zukunft unmöglich machen wird, die Innenstädte zu befahren ist ein weiterer Ausbruch von uninspiriertem Aktionismus. Eine Einführung einer solchen weiteren Plakette würde zu Lasten der Berufspendler, Zulieferer und Handwerksbetrieben gehen, die vorrangig Dieselfahrzeuge nutzen. Der grüne Kreuzzug gegen die Dieseltechnologie ist ökologisch unnötig und ökonomisch unsinnig. Die von der CDU diskutierten Ausnahmen für oben genannte Gruppen würden zu einer zusätzlichen bürokratischen Belastung führen, es müsste darüber hinaus klargestellt werden, welche Gruppen von diesen Ausnahmen profitieren würden – da sind Konflikte vorprogrammiert. Alternativ sollten wir lieber über intelligente Verkehrsleitungssysteme nachdenken, über einen Ausbau unserer vielbefahrenen Straßen. Genauso müssen wir Konzepte über die Entkopplung von Beruf und Arbeitsplatz, über mehr Home-Office stärker in den Fokus rücken. So würden wir den Straßenverkehr entlasten. Ebenso sollte am Anfang die Elektrifizierung öffentlicher Verkehrsmittel stehen. Auch die Deutsche Bahn steht in der Pflicht, die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs zu erhöhen.“

 

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