Diskussion über soziales Pflichtjahr

Döring: Soziales Pflichtjahr widerspricht dem liberalen Bürgerverständnis!

Döring fordert das freiwillige soziale Jahr: Soziales Engagement gerade für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger eine sinnvolle Aufgabe

Walter Döring
26.04.2004 - (Stuttgart) Der stellvertretende Bundesvorsitzende und baden-württembergische FDP-Chef, Dr. Walter Döring, hat sich gegen die Einführung eines sozialen Pflichtjahrs ausgesprochen:

?Das soziale Pflichtjahr widerspricht dem liberalen Verständnis der Bürgergesellschaft. Wir wollen keinen Zwang zum Dienst an der Gemeinschaft, sondern ein auf Freiwilligkeit beruhendes soziales Engagement von Bürgern aller Altersstufen.

Staatliche Zwangsdienste sind nur dann akzeptabel, wenn sie mit einer fundamentalen Staatsaufgabe verknüpft sind, beispielsweise mit der Landesverteidigung. Die Sicherstellung sozialer Dienste genügt dieser Anforderung auf gar keinen Fall. Die Arbeit der Zivildienstleistenden ? die einen Ersatzdienst im Falle der Wehrdienstverweigerung leisten - ist wichtig und wertvoll für unsere Gesellschaft. Wenn aber die Wehrpflicht als Grundlage für die Dienstverpflichtung der Zivildienstleistenden wegfallen sollte, ist die Einforderung von staatlichen Zwangsdiensten nicht mehr akzeptabel.

Die FDP lehnt eine Grundgesetzänderung zugunsten der Einführung eines sozialen Pflichtjahrs ab. Aber wir unterstützen Anreize für soziales Engagement. Es wäre beispielsweise denkbar, bürgerliches Engagement durch die Gesellschaft mit Bildungs- oder Pflegegutscheinen zu belohnen. Dabei müssen wir unsere Augenmerk auch stärker auf unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern richten. Soziales Engagement kann gerade für sie eine sinnvolle und ausfüllende Aufgabe darstellen.“

 

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