Drautz: Angleichung der BSE-Tests an europäischen Standard

Keine nationalen Alleingänge zum Schaden der deutschen Landwirte

Richard Drautz MdL
29.09.2004 - Der agrarpolitische Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfrakton, Richard Drautz, kritisiert die derzeitige Praxis, BSE-Tests bei gesunden Schlachttieren ab dem 24. Lebensmonat durchzuführen. Drautz: ?Nach übereinstimmender Auffassung der europäischen Tierärzte sind Tests vor dem 30. Lebensmonat nicht sinnvoll.? Denn BSE kann vor diesem Zeitpunkt nicht nachgewiesen werden. Auch nach Feststellung der Europäischen Kommission hat sich die Situation gegenüber den letzten Jahren entspannt. So kommen auf 10000 getestete Rinder nur noch 1,36 BSE-Fälle. Während unsere europäischen Nachbarn erst nach 30 Monaten die Schlachttiere auf BSE testen und das Fleisch dieser Tiere bei uns ohne Beanstandungen in den Handel kommt, wird nach den Worten von Richard Drautz die deutsche Landwirtschaft durch die zusätzlichen, aber wirkungslosen Tests erneut mit Millionenbeträgen belastet.

Drautz: ?Die deutschen Landwirte werden gegenüber ihren europäischen Kollegen bereits bei der Besteuerung von Agrardiesel und bei der Pflanzenschutzgesetzgebung von der rot-grünen Bundesregierung benachteiligt. Die zusätzlichen Tests belasten die Landwirte erneut mit Millionenbeträgen, die sie am Markt nicht weitergeben können.?

Drautz forderte Landwirtschaftsminister Stächele auf, über eine Bundesratsinitiative der Untätigkeit der Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast endlich ein Ende zu setzen.

Nach den Worten von Drautz stellen die bisherigen Erfahrungen bei BSE-Tests nicht nur die Altersgrenze in Frage, sondern auch den Sinn der Tests bei gesunden Schlachttieren. Denn es gebe keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass es zu einem Überspringen der Artenbarriere zwischen Tier und Mensch kommen kann. Entsprechende wissenschaftliche Untersuchungen haben dies bestätigt. Voraussetzung hierfür sei, eine tierärztliche Untersuchung bereits am lebenden Tier auf dem Hof durchzuführen. Die derzeitige Praxis, Tests ausschließlich am geschlachteten Tier vorzunehmen, sei wissenschaftlich nicht mehr haltbar, so Richard Drautz.

 

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